Gedanken und Berichte

Negativsymptomatik

Die achsogehasste Negativsymptomatik – sie hat mich wieder!

Was ich bereits empfunden und auch gedacht habe, hat mir mein Psychiater nur bestätigt. Ich rutsche nicht in eine Depression, na immerhin. Aber die wäre leichter zu behandeln. Mein Psychiater ist wenigstens so ehrlich und sagt klipp und klar: Medikamente helfen da nicht. Ich muss da durch; was leichter gesagt als getan ist, denn die Phase kann Monate anhalten.
Negativsymptomatik heißt: in der Psychose hat das Gehirn Höchstleistungen vollbracht – jetzt ist keine Energie mehr da und es schaltet um auf Notprogramm.
Positivsymptome wären: Halluzinationen, Wahngedanken, Gedankenrasen, usw.
Negativsymptome sind in meinem Fall: fehlender Antrieb, zunehmende Müdigkeit auch tagsüber, das Gefühl überfordert zu sein und nicht zu können, die Gefühle werden weniger intensiv und können ganz abstumpfen, ich muss mich zu jeglichem Tun überwinden.

Am schlimmsten hatte ich so eine Phase bisher nach meiner ersten Psychose. Ich fühlte nichts mehr, konnten nicht lachen und nicht weinen. Ich war nicht mehr die alte Katharina, die ich kannte, von der Persönlichkeit her. Ich funktionierte nur mehr, ging meiner Arbeit unter erheblichen Anstrengungen nach, die restliche Zeit vegetierte ich mehr dahin, als das ich lebte.

Jetzt sind die Umstände anders. Ich erlaube mir nicht, meine Kinder zu vernachlässigen und versuche meine gewohnte Tagesstruktur auf jeden Fall einzuhalten. Ich bin motivierter – jetzt wo ich Ehefrau und Mutter bin. Trotzdem ich weiß, wie sich die Phase entwickeln kann, sehe ich eher positiv in die nähere Zukunft und bin überzeugt die Phase zu überstehen, ohne dadurch depressiv zu werden. Und sollte es doch soweit kommen, weiß ich was ich zu tun habe. Mein Psychiater hat mir das Go gegeben, wenn nötig selber das Antidepressivum zu steigern. Meine Anzeichen dafür kenne ich mittlerweile sehr gut, und ich traue mir ebenfalls zu, da rechtzeitig einzugreifen.

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