Allgemein

Ein Experiment

Ich hab beschlossen, dass es ein gutes Jahr wird, um an den letzten Eintrag anzuknüpfen.
Ich hab das Antidepressivum auf den Abend verlegt, da ich laut Psychodoc zu den wenigen gehöre, die anscheinend paradox reagieren und als Wirkung unter anderem Müdigkeit und Schlafbedürfnis haben. Na gut – einen Versuch ist es wert und bis jetzt bin ich zufrieden. Tagsüber kein Schlafbedürfnis mehr und abends auch deutlich fitter.

Ich bin wieder etwas konsequenter, was das Üben mit meinem Kleinen angeht und die Bockigkeit meiner Großen, was die Hausaufgaben angeht lässt sich auch gut ertragen.
Zum ersten Mal hab ich deren Geburtstagsparty alleine organisiert und überstanden und ich bin stolz auf mich, dass ich das gut hinbekommen habe. Ansonsten hat ja immer meine Schwägerin mitgeholfen und die Kinder bespasst.

Lesen ist zur Zeit meine Hauptbeschäftigung, wenn es die Zeit zulässt und ich genieße das so sehr, weil es mich an früher erinnert, als ich noch unverheiratet und kinderlos war. Nicht das ich was bereuen würde, aber es ist qualitative ICH-ZEIT und das ist der Fakt, der mir so gut tut und auch meiner Persönlichkeit entspricht.

Bezüglich Essen und Gewicht ist WW wieder eingeschlafen. Allerdings wage ich hier ein neues Experiment. Ich möchte auf Weizen verzichten. Erstmal. Wenn es hält, was dieser Schritt verspricht vielleicht auch überhaupt auf Getreide so nach und nach. Ich hab da lange recherchiert und der Verzicht auf Weizen soll sich positiv auf Stimmungsschwankungen, sowie psychotische Symptome auswirken – das ist die eine Seite, und auf der anderen Seite soll es auch körperliche Symptome wie Übergewicht, Schmerzen, Allergien, Verdauungsbeschwerden, usw. positiv beeinflussen. Wie und warum würde jetzt zu weit führen, aber ich bin zuversichtlich gestimmt und bin gespannt wohin es führt.

Zumindest gibt mir dieser Schritt ein Gefühl der Handhabe und etwas zum positiven beeinflussen zu können – einen persönlichen Beitrag zu meiner Genesung leisten zu können. Ich möchte nicht nur von Medikamenten abhängig sein und ständig auf Frühwarnzeichen achten oder überlegen stresst mich egal was jetzt zu sehr oder halte ich die jeweiligen Belastungen gerade gut aus…
Ich mach das jetzt auch erst seit einer Woche, aber kleine Veränderungen bemerke ich bereits – mein Hautbild wird klarer, meine Nase ist weniger verlegt, ich habe zwischen den Mahlzeiten keinen Heißhunger oder Appetit und fühle mich relativ wach tagsüber.
Im Gegensatz dazu hatte ich immer mehr Pickel, eine dauerverborkte Nase, hab den ganzen Tag über Unmengen gesnackt – vor allem Süßes wie Schokoriegel, Kekse o.ä. und war unkonzentrierter.

Ich finde es wichtig, egal welche Erkrankung man hat, selber einen Beitrag zu leisten. Das Gefühl von Machtlosigkeit und Abhängigkeit schwindet, man ist gut beschäftigt und positiv ausgerichtet. Und zur Zeit geht es mir so gut, dass ich da auch wirklich aktiv was machen kann, und nicht nur darauf warte, dass es besser wird. Übrigens muss mein Mann da mitziehen – ich back oder koch ja nicht zweimal und für seine Arthrose ist es auf keinen Fall negativ.

 

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