Gedanken und Berichte

Ein Lebenszeichen

In letzter Zeit gibt es wenig von mir zu lesen – Schande über mein Haupt.
Aber ich bin eigentlich immer im Tun und Machen, dass ich mir da gar nicht groß Gedanken mache über mein Blog. Nur wenn ich was bei meinen lieben Abonnierten lese, kommt es mir, dass ich doch auch wieder mal schreiben könnte/sollte.

Ich bin müde – so richtig müde. Tagsüber. Nachts wache ich meist ein bis zweimal auf, weil ich einen derart trockenen Mund habe, dass ich gar nicht mehr schlucken kann. Ich führe letzteres auf die Medikation zurück, weil ich die Medis von anderen Firmen in der Apotheke erhalten haben. Und da könnte es beim Quetiapin schon sein, dass es meine Schleimhäute austrocknet, ich mehr schnarche und so zu meinem ausgetrockneten Mund komme. Das hatte ich zu Beginn der ersten Einnahmephase auch sehr stark. Mir kommt vor, es lässt in den letzen Tagen ein wenig nach – wollen wir es mal hoffen. Da ich es in den letzten Monaten gut vertragen habe, egal welche Firma, hab ich mir da nicht groß Gedanken drum gemacht. Naja, ich brauch eh wieder bald eine neues Rezept, da seh ich ja ob es das war.
Die Müdigkeit führe ich eher auf die vollgepackten Tage und die vielen Termine zurück, die es immer noch gibt. Aber solange es nur das ist bin ich froh. Nach wie vor keine sonstigen Positivsymptome!!!

In letzer Zeit häufen sich in meinem Umfeld die Bemerkungen, ob ich nicht doch wieder bald arbeiten gehen würde, bzw. dass ich ja quasi nur Hausfrau sei.
Tja, was soll ich davon halten. Erstens bin ich nicht nur Hausfrau – der Hof bringt genug Arbeit mit sich. 3 bis 4 Stunden tgl. sind fix mit Stallarbeit verplant, und sonst fällt ja auch noch meistens was an. Also arbeite ich ja eigentlich halbtags.
Und zweitens in meinem erlernten Beruf wird das mit meine Erkrankung eh nix mehr und will ich auch gar nicht. Ich bin zu fehleranfällig und der Job ist viel zu stressig unter den heutigen Arbeitsbedingungen (Krankenschwester).
Ich finde es traurig, dass Leute glauben sich da Bemerkungen erlauben zu müssen, obwohl sie keine Ahnung von meiner Situation haben. Und ich muss gestehen, mich ärgert das auch. Bei mir dauert es immer ein bis zwei Tage, die ich dann grummelig durch die Gegend laufe, bis ich mir selber sagen kann: „Scheiß auf die Leute – ich leiste genug und trage genug zur Gesellschaft bei!“
Aber das „Nichtgenugleisten“ ist schon immer wieder ein Thema, dass mich beschäftigt. Wenn man nicht mindestens Arbeit, Kinder, Haushalt, Hobbys und viele Freunde unter einen Hut bringt, scheint man für einige nicht so viel wert zu sein. Wenn das Thema darauf kommt, werde ich meistens sehr ruhig – besonders, wenn andere von ihren Unternehmungen erzählen. Ich kann da ja echt nicht mithalten, aber ist das denn für andere wirklich so wichtig, dass da dann der Wert einer/meiner Person daran gemessen wird?

Mein Sohn wird übrigens die Diagnose Autismus nicht erhalten. Es gibt drei Bereiche, die da ausgetestet werden, und er fällt nur in einem Bereich voll rein, in einen ein wenig und in einen gar nicht. Was für mich jetzt keine große Überraschung ist. Aber ich werde ihn zurückstellen und voraussichtlich in eine Schulvorbereitende Einrichtung gehen lassen. Die Frühförderung läuft nur sehr schleppend an – aber da habe ich wenig Einfluss darauf. Ich hoffe, dass alles so klappt, wie ich es mir vorstelle und er den Wechsel gut schafft – aber so wäre die notwendige Förderung am besten gewährleistet und für uns als Familie der wenigste Stress.
Auf alle Fälle gibt es da noch einiges zu regeln und organisieren, aber das krieg ich auch noch hin!

In diesem Sinne, bis zu nächsten Mal

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