Gedanken und Berichte

Wie die Zeit vergeht!

Meine Güte wie die Zeit vergeht… Ich bin aber auch gut beschäftigt. Da komme ich kaum zu nachdenken und überlegen was es Neues gibt, was sich verändert hat, usw.

Beinahe jeden Tag gibt es Termine mit den Kindern. Eine ziemliche Herausforderung für mich – neben der Arbeit und der Hausaufgabenbeaufsichtigung meiner Tochter… Üben und lernen für die Proben kommt auch noch dazu und dazwischen sollen meine Kinder auch noch Kinder sein dürfen. Da bleibt kaum Zeit zum Durchschnaufen für mich.

Momentan merke ich das hohe Pensum für meine Verhältnisse, doch an meiner bereits nachmittäglichen Müdigkeit. Und wenn ich müde bin, werde ich schnell gereizt und ungeduldig. Da muss ich mich manchmal ganz schön am Riemen reißen. Aber ansonsten geht es mir psychisch zur Zeit echt gut. Keinerlei Positivsymptomatik oder depressive Anzeichen. Das genieße ich jetzt einfach mal so wie es ist. Ich finde es erstaunlich, dass da immer noch was geht und besser wird mit meiner Erkrankung. Es geht halt langsam voran, aber es gibt keinen Stillstand und das ist das Positive, was ich mir immer vor Augen halte, wenn ich wieder mal ungeduldig mit mir selber bin.

Ja Geduld braucht es wirklich sehr viel bei einer Erkrankung dieser Art. Hier geht alles über Monate und Jahre hinweg. Das vergesse ich schon gerne mal. Aber da geht es anderen noch viel schlimmer damit, nicht die Hoffnung zu verlieren und durchzuhalten. Besonders was die Medikamenteneinnahme betrifft, darf man sich da keine Wunder von heute auf morgen erwarten.

Ich bin jetzt beinahe ein Jahr stabil und auch bei mir schleichen sich Gedanken und der Wunsch ein, doch mal wieder etwas zu reduzieren. Mit dem halben Citalopram 20mg läuft’s sehr gut, was die Depressionen betrifft. Jetzt würde ich doch auch in absehbarer Zeit mal gerne versuchen, was am Antipsychotikum zu drehen. Vielleicht wäre zum Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt. Bis dahin weiß ich dann auch, was mich terminlich noch so fix erwartet und wie ich damit zurecht kommen werde. Mein Sohn hat außer Logopädie noch weiteren Förderbedarf und da kommt halt bald noch was dazu. Da bin ich gerade am Anleiern und Organisieren.

Ich werde somit im Alltag gut gefordert und sicher an meine physische wie psychischen Grenzen kommen. Aber wer weiß, vielleicht kann ich diese ja noch ein wenig ausweiten!

Die letzte Psychkontrolle verlief gut und locker im Gespräch. Ich habe richtig das Gefühl, dass sich der Doc mit über mein Befinden freut. Außerdem hat er betont, wie schön es bei mir sei, dass ich mit meinem Gegenüber emotional so gut mitschwinge. Da bin ich auch selber sehr froh drum, denn es erleichtert mir meine sozialen Kontakte doch sehr. Und ich erinnere mich mit einem Gruseln an die Zeiten zurück, in denen ich das nicht konnte. So Zombiemäßig möchte ich nie mehr drauf sein müssen…

Jetzt überlege ich mir noch, ob ich an einem Schreibwettbewerb über Erfahrungen mit psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen teilnehmen möchte… Mal schauen. Hab da Zeit bis Ende Februar was einzureichen.

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