Gedanken und Berichte

Ein Thema kein Thema

Die Zeit vergeht so schnell…
Eine Woche geht rum wie nix. Einerseits geht es mir zu schnell, weil ich vieles zu erledigen hätte, andererseits ist es gut, weil ich nicht so zum Grübeln und Dauerreflektieren komme. Die Tage sind gut gefüllt und ich bin abends meist schon früh sehr müde und schlafe mit den Kindern ein.
Psychisch geht es mir recht gut! Ich habe mich an eine gewisse Mehrbelastung gewöhnt – mein Mann auch, d.h. ich schaffe mehr als noch vor einem halben Jahr und komme gut damit zurecht. Mein Psychodoc meint auch, ich würde mich zur Zeit ganz gut machen und wirke sehr stabil auf ihn. Dennoch noch keine Grund um an den Medis was zu änderen bzw. zu reduzieren. Traue ich mich auch nicht. Dazu müsste ich schon ein Jahr lang ohne nennenswerte Schwankungen sein. Erst dann wäre es wieder ein Thema für mich. Bis jetzt ist das ja immer in die Hose gegangen und darauf habe ich echt keine Lust.

Mein Sozialleben verbessert sich auch ein wenig – ich bin dabei eine neue Bekanntschaft zu festigen – die Kinder verstehen sich schon mal recht gut.
Ich merke, dass ich dabei lockerer werde und nicht über jedes Gesagte nachdenke, ob ich wohl vermeintlich richtig handle oder reagiere und ob ich gut ankomme.
Weniger grübeln und analysieren tut mir gut. Dabei kann ich das nicht willentlich beeinflussen. Es hat sich einfach so entwickelt und ich deute es als Zeichen von Stabilität.

Schön langsam gewöhne ich mich auch daran, dass einige über meine Erkrankung bescheid wissen – einfach weil es sich so ergeben hat. Mein Apotheker hat sein Kind im selben Kindergarten wie mein Sohn und die zwei Arzthelferinnen meines Psychodoc´s auch. Das ist mir ein wenig unheimlich, aber es ist nun mal so. Vom Sehen kennt man sich halt. Sie grüßen mich zwar alle recht freundlich, aber was sie sich so über mich denken? Wer weiß!

Ich genieße es, das ansonsten die Krankheit momentan kein großes Thema in meinem Alltag ist. Ich beschäftige mich wenig mit dem neuen Forum und lese auch keine Bücher zu dem Thema. Ich fühle mich gut, habe keine Konzentrationsprobleme, meine produktiv zu sein und bin weniger ängstlich. Ich bin spontaner und einfallsreicher im Umgang mit meinen Kindern und die finden das auch toll. Die Medis habe ich schon sehr lange nicht mehr vergessen einzunehmen und ich sorge für meine Ruhepausen.
Ich bin echt zufrieden mit mir!

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Ein Kommentar zu „Ein Thema kein Thema

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