Abseits der Krankheit

Dies und das

Unglaublich wie schnell sich ein Termin an den anderen reiht. Unter der Woche ist jeder Tag nachmittags mit einer Aktivität ausgefüllt. Vormittags gibt es Zahnarzttermine, Einkaufen und Haushalt. Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt, und wann es mir zu viel wird. Wenigstens bin ich so von den Schmerzen abgelenkt. Psychisch merke ich bis jetzt auch noch nix – ich muss aber sagen, dass ich so oft es geht Pausen einlege und auch schaue, dass Zeit für mich übrig bleibt. Meine Kinder hätte zwar teilweise noch gern mehr Programm wie Backen und Kochen oder Basteln – das ist dann halt nur mehr am Wochenende drinnen. 
Zu einem Hausarzttermin komme ich somit gleich gar nicht in nächster Zeit. Vielleicht soll das so sein …

Nach außen hin scheint es so, als hätte ich alles im Griff. Natürlich ist dem nicht so! Und wieder ist es mal so, dass mir jemand zum Reden fehlt. Sogar meine Tochter hat mich erst kürzlich gefragt, warum ich keine Freunde habe. Freunde seien doch wichtig! Tja, was antworte ich darauf.
Ich hab versucht ihr zu erklären, dass ich mir schwer tue jemanden kennen zu lernen – auch aufgrund meiner Krankheit – und dass sich aber gerade eine gute Bekanntschaft ergibt mit einer anderen Kindergartenmama.
Darauf fragt meine Tochter mich, wann denn meine Krankheit geheilt sei. Ich antwortete, dass ich wohl mein ganzes Leben damit leben muss und es momentan keine Heilung gibt. Mir geht es aber zur Zeit ganz gut und das sei so in Ordnung für mich. Was soll ich ihr auch anderes sagen?! 

Mir fällt es richtig schwer meiner Tochter ein Vorbild bzgl. Sozialer Kontakte zu sein. Ich kann nur versuchen ihr so viele Kontakte wie sie möchte zu ermöglichen und ihre Freundinnen zu uns einladen. Doch jedesmal stresse ich mich damit – im Haus sollte es halbwegs sauber und ordentlich sein, der Garten und der Hof in Ordnung, was gutes zu essen und zu trinken möchte ich auch anbieten, die Heizung musst rechtzeitig befeuert werden, usw.
Wenn dann noch so viele Termine sind, krieg ich das kaum auf die Reihe und ich habe das Gefühl mich für alles entschuldigen zu müssen, was meiner Meinung nach nicht so toll ist. Wenn ich dann damit anfange, könnte ich mir jedesmal auf die Zunge beißen – was für einen jämmerlichen Eindruck muss ich damit hinterlassen!

Überhaupt drehen sich viele meiner Gedanken darum, was andere von mir wohl halten könnten. Dabei geht im Umgang mit Bekannten jede Unbekümmertheit und Natürlichkeit verloren, was ich ja gerade nicht möchte. Aber ich habe immer Angst, dass ich was blödes daherrede und dass mein Aussehen auf Ablehnung stößt. Das Thema würde eher in die Phase der Pubertät passen, als zu einer Frau meines Alters. Echt jetzt – ich sollte da wirklich drüber stehen. 

Um zurück zu den Terminen zu kommen; warum sind es so viele? Tja, gerade deswegen, um meinen Kindern soziale Kontakte und Hobbies zu ermöglichen, bzw. etwas für ihre sozialen Kompetenzen zu tun. Da wären Ballett, Turnen, Logopädie und einmal Freundkontakt. Und oft ergibt sich dann noch ein Arzttermin o.ä. und schon sind die fünf Werktage voll am Nachmittag. Natürlich kriegen andere das auch und locker hin. Ich muss das halt zusammen mit den Hausaufgaben erledigen und Mittagessen in einem Zeitrahmen von 3 bis 4 Stunden schaffen, da ich ja abends noch arbeite. Und nach der Arbeit bleibt auch nur mehr wenig Zeit bis zum Zubettgehen der Kinder. Naja. Kann ja nur schlimmer werden 😉 

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