Abseits der Krankheit

Unsicherheit

Irgendwie trau ich mich nicht zum Arzt. Die Beschwerden haben ein wenig nachgelassen und ich denke, andere Menschen haben schlimmere medizinische Probleme. Ich glaube nicht, dass man mich beim Hausarzt sonderlich ernst nehmen wird.
Das Problem ist auch, dass es hier in der Gegend nicht so viele Allgemeinärzte als erste Anlaufstelle gibt, die ich auch gut erreichen kann. Und bei einem arbeitet meine Schwägerin – da will ich nicht hin, die muss nämlich nicht alles von mir wissen!
Ich hab mich auch ein wenig eingelesen – und da erscheinen mir meine Beschwerden im Vergleich noch nicht schlimm genug. Ich will auch nicht als Mimose oder Hypochonder dargestellt werden.
Ich hab schon zweimal einen Arztmarathon hinter mich gebracht wegen unklarer Beschwerden und nie ist was dabei rumgekommen. Immerhin wurden Krebs, Multiple Sklerose, Autoimmunerkrankungen und Schlaganfall ausgeschlossen. Dann hab ich es auch immer wieder aufgegeben Ursachen für meine Beschwerden finden zu wollen. Und jetzt steh ich halt auch schon wieder an so einem Punkt – soll ich mich noch mal reinhängen, oder es gleich sein lassen. Nicht ernst genommen zu werden tut meinem Selbstwertgefühl nämlich gar nicht gut. Außerdem in letzter Konsequenz bis nach München oder sonstwohin zu fahren um zu einem Experten zu kommen ist einfach nicht drin. Allein komme ich nicht dahin, fahren kann mich auch nicht wirklich wer und die Kinder wollen auch versorgt sein. Ist alles nicht so einfach.
Ich habe mir überlegt einfach mal ein Schmerztagebuch zu führen, um einen Überblick zu bekommen. Das entlastet mich vielleicht auch.

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Ein Kommentar zu „Unsicherheit

  1. Hallo Katharina,
    ich kenne diese Zweifel beim Gedanken an einen Arztbesuch.

    Es sagen mir zwar immer alle „Bei Zweifeln immer zum Arzt!“, aber ich halte mich nicht immer daran und oft verschwinden die Beschwerden tatsächlich nach einer Weile. Mittlerweile bin ich bei so vielen Ärzten Dauerpatient, dass diesen schon auffallen wird, wenn wirklich mal etwas nicht stimmt.

    Eine Weile ein bisschen Buch zu führen über die Beschwerden halte ich für klug, das hilft auch, diese bei einem späteren Besuch dem Arzt vorzutragen.

    Gefällt 1 Person

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