Gedanken und Berichte

mutmachleute.de

Eine Seite die ich jedem empfehlen kann, der sich dafür interessiert, das Stigma welches psychisch Kranke umgibt abzubauen. Ich habe auch einen kurzen Beitrag dazu geleistet.
Ich denke der Verein leistet wichtige und vor allem öffentliche Arbeit. Dennoch bin ich nur zufällig darauf gestoßen. Wen das Thema also nicht gezielt interessiert, kommt nicht darauf. Schade – wie immer eigentlich, wenn es darum geht Stigma abzubauen bzw. zu informieren was psychische Erkrankungen angeht.
Nach meinem letzten Post hat mich vor allem der Beitrag „Muttertag“ sehr berührt, und es freut mich, dass doch ab und an jemand über die Seite auf meinen Blog gelangt.
Hauptsächlich schreibe ich hier ja für mich, aber wenn es als Nebeneffekt auch jemand anderen interessiert und nutzt, –  wenn es auch nur bedeutet, dass sich jemand weniger allein mit seinen Sorgen fühlt, freut mich das doch.

Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich ein wenig unzufrieden mit mir. Irgendwie hätte ich das Bedürfnis, als Betroffene, mehr zu informieren, zu berichten, allgemein mehr auf mein Thema aufmerksam zu machen. Allerdings würde ich mir das in einem öffentlicheren Rahmen glaube ich leichter fallen, als im privaten Bereich – weil anonymer. Die persönlichen Konsequenten wären einfach andere… nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder und meinen Mann. Sollte ich mich deswegen für feige halten?!
Aber auch bei anderen Betroffenen kommt es mir so vor, als ob es nicht viel anders sei. Im privaten Bereich tun sie sich schwer offen damit umzugehen, aber auf Social Media funktioniert es super und beeindruckend. Vielleicht krieg ich da ja auch mal eine Portion Mut mit!

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Ein Kommentar zu „mutmachleute.de

  1. Auf deren Startseite steht: “ Psychisch krank zu sein heißt nicht, lebensunfähig, dauer-depressiv oder im ständigen Kampf mit den Symptomen zu sein. “
    Leider muss ich sagen, dass ich es anders erlebe. Für alle, denen es so prima geht trotz Erkrankung freue ich mich. Das ist jedoch nicht repräsentativ. Ich finde es falsch, den Leuten falsche Hoffnungen zu machen und eine Erwartungshaltung aufzubauen, der man als Kranker nicht gerecht werden kann.

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