Gedanken und Berichte

Sicherheit

Ich habe meinen Geburtstag gefeiert und werde in in drei Tagen noch einmal feiern; und zwar ohne Gedanken an meine Erkrankung.
Ich hatte gestern zwar ein paar akustische Hallus, aber die hab ich einfach beiseite geschoben. Sie waren nur wie ein Blätterrascheln im Wind und sind schnell wieder vorübergezogen. Sie haben mich nicht weiter beeindruckt oder beunruhigt.

Alle Symptömchen gleich immer sehr ernst zu nehmen vermiest einem doch nur die Laune, und das will ich gerade nicht. Überhaupt achte ich zur Zeit weniger auf Frühwarnzeichen, und tauchen sie mal auf, ziehen sie meist doch vorüber, ohne dass ich gleich dagegenwirken muss. Es reicht aus, wenn ich den Wahrheitsgehalt der Hallus überprüfe, mir eine Auszeit verschaffe und ich bin wieder beruhigt. Das nimmt doch einiges an Stress weg von mir. Rückhalt gibt mir immer das Wissen, dass ich ja selber mit meinen Medikamenten arbeiten kann – denn so wie jetzt ist mein Doc ein Monat auf Urlaub. Und zur Vertretung möchte ich wirklich nicht. Zur Not kann ich ja in die Klinik. Aber so eine Urlaubsvertretung kenn ich nicht und hab somit auch kein Vertrauen und würde erst machen, was ich mir vorstelle. Da kann ich mir den Weg sparen.

Ich geh ja auch nicht bei jedem körperlichen Zipperlein gleich zum Arzt. Warum sollte ich mich die die Psyche betreffend da anders verhalten.

Genauso war es mit meiner doch eher depressiven Stimmung seit meinem letzten schlechten Tag – sie ist vorübergegangen, ohne dass ich groß was dagegen getan hab. Ich hab die Phase einfach vorüberziehen lassen und gut war es.
Dennoch merke ich Unterschiede in der Stärke der Symptome und ich denke ich muss von Phase zu Phase anders und angepasst reagieren. Mittlerweile glaub ich aber, dass ich das doch recht gut heraußen hab, wann welches Vorgehen angebracht ist. Ich fühle mich sicher! Ein gutes Gefühl!

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2 Kommentare zu „Sicherheit

  1. Cool, ich denke von dir kann ich noch viel lernen 🙂 Immerhin wird man ja in der Klinik dafür Sensibilisiert, auf Frühwarnzeichen zu achten – bei mir sind es zum Beispiel Kälte – und immer wenn ich am morgen aufwache und mir kalt ist, ist der erste Gedanke „fuck – heute passiert noch irgendwas“ und meistens geht der Tag dann auch nicht gut aus – weil Gedanken immer Handlungen folgen – Stichwort: Visualisierung.
    „Das was man sich im Kopf vorstellt – wird zur Realität“
    Schöner Beitrag, danke! ~Ceyes.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für das Kompliment! Für mich war es auch schon ein langer Weg dahin zu kommen wo ich jetzt stehe. Ich denke jeder muss für sich herausfinden, wie es mit dem Beobachten der Frühwarnzeichen für einen selber am besten klappt. Eine Zeit lang hab ich mich da fast schon verbissen kontrolliert – jetzt bin ich da einfach ein wenig lockerer geworden.

      LG Katharina

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