Allgemein

Alles ganz normal…

Kaum sind die Ferien zwei Tage alt, erwartet meine Große schon volles Programm mit Unternehmungen usw. Was ich ihr natürlich nicht so bieten kann wie sie das gern hätte. Jetzt heißt es ihre Knatschigkeit aushalten und „Nerven“ bewahren. Das Programm dass sie sich vorstellt, kann ihr aber auch keine andere Mama bieten und somit sollte ich mir das nicht so zu Herzen nehmen. In Urlaub können wir nun mal nicht fahren, und somit muss sie sich damit abfinden. Ein Lernprozess – für sie und mich.

Mein Kleiner geht mal in den Kindergarten, mal nicht – aber in eineinhalb Wochen hat auch er offiziell Ferien. Ich seh das jetzt nicht so tragisch, denn ob ein Kind zu Hause ist, oder beide ist nicht wirklich so ein Unterschied.

Die Ferienzeit sehe ich für mich zwiespältig. Einerseits fährt die tägliche Fahrerei weg, andererseits hab ich keine ruhige Minute für mich. Außer zu Uhrzeiten wie jetzt. Normalerweise schlafe ich da schon eine Stunde, nur ab und zu brauche ich es einfach länger aufzubleiben um in Ruhe zu lesen, zu spielen oder halt auch mal was zu schreiben. Der Preis: ich komm morgens kaum aus dem Bett und schlafe im Stehen fast ein. Naja – ich bin dann halt etwas langsamer bei der Arbeit, aber bei der Hitze die zur Zeit herrscht, kannst dich eh nicht schnell bewegen.

Also alles eigentlich ganz normal, wie bei anderen Familien auch…

…wenn, ja wenn da nicht meine Erkrankung wäre…

Zur Zeit kämpfe ich gerade wieder gegen das Grübeln / Gedankenkarussell an. Warum hat der das so gesagt oder gemacht – liegt die Ursache an mir – bin ja selber schuld – wie muss ich mich anders verhalten – usw. Dabei denke ich oft über Dinge und Vorkommnisse nach, die schon länger als ein Jahr zurückliegen und die ich schon verarbeitet haben müsste und mich nicht weiter berühren sollten. Aber ich krieg´s nicht hin, solche Gedanken einfach los zu lassen bzw. ruhen zu lassen. Dabei tu ich mir nix gutes – ist mir bewusst – aber ich kann´s kaum beeinflussen.
Jetzt lese ich gerade ein Buch über Meditation – Achtsamkeit – MBSR. Es spricht mich sehr an, aber in mir sind Zweifel, ob ich die dafür nötige Zeit und Disziplin finde Meditation in meinen Alltag einzubauen. Ich hab aber auf alle Fälle das Bedürfnis, was für mich zu tun, zur Ruhe zu kommen, Gelassenheit zu üben und Stress zu vermeiden bzw. abzubauen. Schließlich will und muss ich fit werden/bleiben für meine Familie.

Heute hat sich wieder einmal die Gelegenheit ergeben, meine Erkrankung in abgeschwächter Form anzusprechen. Es befreit…

Manchmal denke ich darüber nach, wie sehr und in welchen Bereichen mich die Erkrankung einschränkt. Das ist garn nicht so leicht festzustellen, weil ich mich an meinen Gesundheitszustand mittlerweile auch schon sehr gewöhnt habe und in manchen Bereichen gar nicht weiß, was „Normal“ ist. Ob es jetzt um meinen Antrieb, mein Sexualleben, soziale Kontakte, Konzentration, usw. geht – echt schwer da zu sagen, was ist kranker Anteil und was Charaktereigenschaft. Einiges wird ja auch durch die Medikamente beeinflusst – wiederum nochmal schwieriger festzulegen, was in diesen Bereich fällt.
Ich will ja auch nicht ständig die Krankheit als Ausrede benutzen, wenn ich wo eine Einschränkung bemerke – ich darf halt auch nicht zu bequem sein, an mir zu arbeiten und meine Komfortzone zu verlassen. Aber genau da verlässt mich bisweilen die Motivation oder Ängste behalten die Oberhand.

Mir fehlt ein Motivator / Antreiber / Beistand / Begleiter! Jemand von außen – vielleicht vom sozialen Dienst?! Wäre zumindest ein Ansatzpunkt. Hab ich noch gar nicht daran gedacht, weil ich es gewohnt bin immer alles alleine zu regeln. Mich zu informieren kann auf alle Fälle nicht schaden!

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