Gedanken und Berichte

Erkenntnisse

Ich denke, mein absolutes Tief ist überwunden. Ich hab zwar wieder mehr Probleme mit der Müdigkeit tagsüber, aber gefühlsmäßig geht es mir wieder besser.
Die Essattacken haben sich wieder reduziert, was mich sehr freut, weil es auf der Waage schon wieder aufwärts geht. Dennoch glaube ich, ich sollte das mit den Diäten mal sein lassen. Erstens halte ich es eh nicht durch und zweitens nehme ich dann sowieso wieder zu, sobald ich die Diät aufhöre. Heißt, da gibt’s keinen Lerneffekt durch die Diät. Und dass die Einschränkungen anscheinend sowieso nur zu Heißhungerattacken führen und ich wieder in ein Tief rutsche kann ich sowieso nicht brauchen. Vielleicht hab ich das ja diesmal kapiert.
Trotzdem steckt der Wunsch nach ein paar Kilo weniger in mir drin. Es tut einfach gut beweglicher und agiler zu sein, und leichter was zum Anziehen zu finden macht auch mehr Spaß. Vielleicht finde ich da ja noch meinen Weg, der nix mit Verzicht und Einschränkung zu tun hat, sondern mit Genuss und Leichtigkeit.

Zur Zeit mache ich mir wieder stärker Gedanken um mein nicht vorhandenes Sozialleben. Eigentlich würde ich meinen Kindern gern etwas anderes vorleben; wie ich das auf die Reihe kriegen soll, weiß ich aber überhaupt nicht. Meine Ängste mein Gegenüber zu stören mit meiner Anwesenheit, Nachricht, einem Anruf wie auch immer, krieg ich nicht in den Griff. Und ich denke auch immer noch nach, warum mich jemand abgeblockt hat und sich einfach nicht mehr bei mir gemeldet hat. Natürlich suche ich die Schuld/Ursache bei mir – wie auch sonst – und es macht mich einfach traurig, dass ich da nicht darüber stehen kann. Dieses nicht vorhanden Selbstwertgefühl strengt an und das Wissen darum zieht mich zusätzlich runter.
Ein weiterer Aspekt ist der, dass mich soziale Kontakte und Begegnungen irre anstrengen. Ich muss so aufpassen konzentriert zu bleiben, meist fühle ich mich überflutet von Reizen und Small Talk ist absolut nicht mein Ding.

Ach sch…., manchmal wünschte ich mir ganz normal zu sein – andererseits weiß ich, dass ich das Schöne in meinem Leben nicht hätte, hätte ich ein anderes Leben ohne Krankheit gehabt.

Ich nehme mir vor, mich wieder mehr auf die positiven Dinge in meinem Leben zu konzentrieren, denn eigentlich geht es mir doch recht gut im Vergleich zu vielen anderen…

Ich weiß, mein Geschreibsel ist widersprüchlich, aber so sieht es wohl gerade in mir aus.

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