Gedanken und Berichte

Gedanken zu meiner Esserei

Ich muss mich echt zusammenreißen beim Ernährungsprotokoll nicht zu schludern und mal was wegzulassen. Mich selber zu betrügen sozusagen. Das ist nicht leicht, weil ich mich doch leicht schäme, wenn ich mal wieder über die Strenge schlage. Und typischerweise für mich mache ich mir schon wieder Gedanken wie: was sich der Doc wohl denken wird, wenn er sieht wie viel ich esse, was ich esse – was er wohl glaubt was ich so koche für meine Familie, koche ich zu ungesund, wie beurteilt er das ganze…
Tja mit meinem Selbstwert ist es schaut es mal wieder nicht so rosig aus.
Entweder mache ich mir Gedanken ums Essen, oder darüber was andere Leute von mir halten – wenn ich nicht gerade durch die Kinder, meinem Mann, die Arbeit oder Lesen (wobei das zur Zeit auch themenbezogen ist) abgelenkt bin. Mein Antrieb ist auch etwas mau, aber da geht es glaube ich doch wieder aufwärts.

Was ich meinem Mann hoch anrechne, er hat nicht damit begonnen mich zu kontrollieren! Das nimmt mir doch so einiges an Druck weg. Aber ich esse immer noch heimlich. Vom Beobachten allein kann es ja auch nicht besser werden, ist aber wohl der erste Schritt um sich mal die ganze Situation einzugestehen. Wenigstens habe ich aufgehört mich zweimal tgl. zu wiegen. Zur Zeit tu ich das nur einmal täglich jeden dritten Tag. Schließlich habe ich große Angst davor unkontrolliert zuzunehmen und mir die 19 kg wieder anzufuttern. Bei mir kann das Gewicht nämlich sehr rasch wieder hochgehen, wenn ich mich nicht an irgendeinen Rahmen halte (ist schon mehrmals passiert). Sollte das wieder passieren würde ich mich sehr dafür schämen und mich als Versagerin betrachten und eines würde zum nächsten führen bei meiner Erkrankung.

Momentan sind die guten und schlechten Esstage so ca. in der Waage. Ich versuche etwas entspannter an die Sache heranzugehen und hoffe, dass die guten Esstage wieder mal überwiegen werden, wenn mein Kontrollbedürfnis und mein persönlicher Druck unter den ich mich immer wieder setze etwas nachlassen.

Die Bücher zum Thema haben verschiedenen Herangehensweisen was die „Therapie“ betrifft. Einiges sagt mir zu, anderes wiederum überhaupt nicht. Aber kommt Zeit kommt Rat. Ich darf nur nicht zu ungeduldig sein…

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