Allgemein

Frühwarnzeichen

Meine Mutter ist wieder nach Hause gefahren – ich fühle mich wieder freier. Ein wenig Nachwirkungen gibt es zwar, aber es ist alles im Rahmen. Ich beschäftige mich wieder mit Handarbeiten, habe das Bedürfnis hier was zu schreiben, hab heute leichte Schlafprobleme (wie sonst eigentlich nicht), esse mehr, bin etwas ungeduldig mit meinen Kindern und meinem Mann, fühle mich durch die Hausarbeit etwas überfordert.

Ich mache mir Gedanken über das kommende Jahr; wie ich es überstehen werde, wenn mein Mann wieder weniger Zeit übrig hat für die Familie. Jedes Jahr hab ich diese kleine Krise was das angeht. Ich werde wieder in Situationen kommen, in denen ich NEIN sagen muss zu jemandem. Entweder stecken die Kinder etwas zurück, oder mein Mann kriegt diese NEINS ab, wenn er gern Hilfe bei der Arbeit von mir hätte. Ich hab dann das Gefühl, ich müsste mich zerreißen können, um allen gerecht zu werden. Natürlich geht das nicht, und ich bin in der Zwickmühle = Stress.
Hab gerade einen Artikel über „Selber-Checker“ vor mir, er wird mir helfen meine Frühwarnzeichen vielleicht noch besser zu erkennen und früher einer Psychose entgegenwirken zu können. Mein Doc mein zwar, ich hätte das schon ganz gut heraußen, aber ich kann da noch Verbesserungspotential bei mir erkennen. Ich nachhinein betrachtet, hätte ich meine letzte Psychose schon eher erkennen können (eine eigenen Forderung an mich!). Aber ich will versuchen, mich dabei nicht zu sehr unter Stress zu setzen. Ich bin auch nur ein Mensch und kann die Psychose an sich eh nicht verhindern. Aber mein Ziel ist es eindeutig früher einzuschreiten und die Frühwarnzeichen schneller ernst zu nehmen.

Das mit den Frühwarnzeichen ist so eine Sache. Ich glaube im Inneren weiß ich bereits sehr früh, das es wieder los geht; aber wer will schon wahrhaben, dass es wieder los geht. Der Drang das zu verdrängen ist schon sehr groß – einfach weil es wieder zu einer Medikamentensteigerung kommt, und die nicht so lustig ist. Natürlich bringt es nix dem nicht ins Auge zu sehen, ich kann dem Unausweichlichem nicht entkommen, wenn ich nix dagegen tu. Aber wie viele Menschen gehen da nicht ähnlich vor, was ihre Krankheiten betrifft.
Wie gesagt: ich arbeite an mir.

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